SAFe® Glossary

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Das Scaled Agile Framework (SAFe®) ist eine online frei zugängliche Wissensdatenbank mit bewährten, integrierten Mustern für die Implementierung von Lean-Agile Entwicklung. Es bietet eine umfassende Anleitung für die Arbeit auf Portfolio-, Großlösungs-, Programm- und Teamebene.

KEGON ist First Mover bei der Nutzung des Scaled Agile Frameworks (SAFe®) im deutschsprachigen Markt und führten sowohl den ersten Agile Release Train als auch die erste SAFe® Transformation durch, stellten den ersten zertifizierten SPC, SPCT, RTE und seit 2018 auch den ersten deutschen SAFe® Fellow. Mittlerweile hat KEGON 5 SPCTs(SAFe® Program Consultant Trainer) und einen SPCT Candidate.

Hier finden Sie weitere Infos zum Scaled Agile Framework (SAFe®) und hier geht es zu unseren SAFe® Trainings.

Hier erhalten Sie das vollständige Glossar als PDF der Scaled Agile, Inc.

Der Agile Release Train (ART) ist ein auf Dauer angelegtes Team von Agile Teams,
das zusammen mit seinen Stakeholdern innerhalb eines Value Streams inkrementell
eine oder mehrere Lösungen entwickelt, bereitstellt und wo möglich betreibt.

In SAFe ist ein Agile Team eine funktionsübergreifende Gruppe von 5 - 11 Personen,
die in einer kurzen Zeitspanne einen Mehrwert definieren, aufbauen, testen und liefern.

Der Architectural Runway dient der kurzfristigen Umsetzung von Features. Er besteht
aus vorhandenem Code, Komponenten und technischer Infrastruktur, die ohne
exzessives Redesign und Verzögerung für die Umsetzung dieser erforderlich sind.

Built-in Quality Praktiken stellen sicher, dass jedes Element der Solution über die
gesamte Entwicklung hinweg bei jedem Inkrement den
angemessenen Qualitätsstandards entspricht.

Business Owners sind eine kleine Gruppe von Stakeholdern, die die maßgebliche
geschäftliche und technische Verantwortung für Governance, Compliance und den
Return on Investment (ROI) einer Solution eines Agile Release Trains (ART) haben. Sie
sind Key-Stakeholder des ART, die die Gebrauchstauglichkeit bewerten und daher aktiv
an bestimmten ART Events teilnehmen müssen.

Eine Capability ist das Verhalten einer Lösung auf höherer Ebene, das normalerweise
in mehreren ARTs entwickelt wird. Capabilities sind in mehrere Features unterteilt, um
ihre Implementierung in einem einzelnen PI zu ermöglichen.

Communities of Practice (CoPs) sind in Gruppen organisierte Menschen mit
gemeinsamen Interessen an einer bestimmten technischen oder geschäftlichen
Domäne. Sie arbeiten regelmäßig zusammen, um Informationen auszutauschen, ihre
Kompetenzen zu verbessern und aktiv an der Weiterentwicklung dieses Domänen-
Wissens zu arbeiten.

Compliance bezieht sich auf eine Strategie und eine Reihe von Aktivitäten und
Artefakten, die es Teams ermöglichen, Lean-Agile-Entwicklungsmethoden
anzuwenden, um Systeme mit der höchstmöglichen Qualität zu erstellen und
gleichzeitig sicherzustellen, dass sie alle regulatorischen, branchenspezifischen oder
anderen relevanten Standards erfüllen.

Die Continuous Delivery Pipeline (CDP) umfasst Arbeitsabläufe, Aktivitäten und
Automatisierungen, die erforderlich sind, um einen neuen Teil von Funktionalität, von
der Idee bis zum On-Demand-Release des Wertes für den Endverbraucher
umzusetzen.

Continuous Deployment (CD) ist der Prozess, der validierte Features in einer Staging-
Umgebung in die Produktionsumgebung verteilt, wo sie getestet und auf das Release
vorbereitet werden.

Continuous Exploration (CE) ist der Prozess, der Innovation vorantreibt und die
Ausrichtung auf das, was aufgebaut werden soll, fördert, indem Markt- und
Kundenanforderungen ständig evaluiert und eine Vision, Roadmap und einem Solution-
Feature-Set definiert werden, die diese Ansprüche definieren.

Continuous Integration (CI) ist der Prozess Features aus dem Program Backlog zu
übernehmen und sie in einer Staging-Umgebung zu entwickeln, testen, integrieren und
zu validieren. Dort werden sie bereitgestellt für ein Deployment nach Produktion und ein
folgendes Release.

Die vier Core Values Alignment, Built-in Quality, Transparenz und Program Execution
sind die grundlegenden Überzeugungen, die das Kernstück der Effektivität von SAFe
bilden. Diese Leitsätze bestimmen das Handeln für alle, die mit SAFe arbeiten.

DevOps ist eine Denkweise, eine Kultur und eine Reihe technischer Praktiken. DevOps
bietet Kommunikation, Integration, Automation und enge Zusammenarbeit zwischen
allen Personen, die für die Planung, Entwicklung, Test, Bereitstellung, Release und
Wartung einer Solution benötigt werden.

Ein Enabler erweitert den Architectural Runway, um zukünftige Geschäftsfunktionen zur
Verfügung stellen zu können. Zu Enablern gehören Exploration, Architektur,
Infrastruktur und Compliance. Enabler werden in den verschiedenen Backlogs erfasst
und erscheinen im gesamten Framework.

Das Enterprise (Unternehmen) repräsentiert die Geschäftseinheit, der jedes SAFe-
Portfolio angehört.

Die Kompetenz Enterprise Solution Delivery beschreibt, wie man Lean-Agile Prinzipien
und Praktiken auf die Spezifikation, Entwicklung, Bereitstellung, den Betrieb und die
Entwicklung der weltweit größten und anspruchsvollsten Softwareanwendungen,
Netzwerke und cyberphysikalischen Systeme anwendet.

Epic Owners koordinieren Portfolio Epics im Portfolio Kanban-System. Sie definieren
kollaborativ eine Epic, ihre MVPs (Minimum Viable Products), den Lean-Business-Case
und wenn genehmigt unterstützen Sie die Implementierung.

Ein Epic ist ein Container für eine bedeutende Initiative zur Entwicklung der Solution,
der umfangreichere Investitionen erfasst, die innerhalb eines Portfolios auftreten.
Aufgrund ihres großen Umfangs und ihrer Auswirkungen erfordern Epics vor der
Implementierung die Definition eines Minimum Viable Product (MVP) und die
Genehmigung durch das Lean Portfolio Management (LPM).

Essential SAFe enthält die minimalen Rollen, Ereignisse und Artefakte, die erforderlich
sind, um Geschäftslösungen-Solutions über einen Agile Release Train (ART) als Team
von Agile Teams kontinuierlich bereitzustellen.

Ein Feature ist ein Service, der die Bedürfnisse eines Stakeholder erfüllt. Jedes Feature
enthält eine Nutzenhypothese und Akzeptanzkriterien und ist so klein, dass es von
einem einzelnen Agile Release Train (ART) in einem Program Increment (PI)
bereitgestellt werden kann.

Die Foundation enthält die unterstützenden Prinzipien, Werte, Denkweisen,
Implementierungs-Leitlinien und Führungsrollen, die für die erfolgreiche Bereitstellung
von Kundennutzen erforderlich sind.

Full SAFe ist die umfassendste Konfiguration, die alle sieben Kernkompetenzen
umfasst, die für die geschäftliche Agilität erforderlich sind.

Die Innovation and Planning (IP) Iteration erfolgt zu Ende jedes Program Increment (PI)
und hat verschiedene Aufgaben. Sie dient als Puffer für die Erreichung von PI-Zielen und stellt Zeit für die Innovation, laufende Schulung, PI-Planung und des Inspect and
Adapt (I&A)-Event bereit.

Inspect and Adapt (I&A) ist ein wichtiges Event, das am Ende jedes Program Increment
(PI) stattfindet und bei dem der aktuelle Stand der Solution gezeigt und vom Train
evaluiert wird. Die Teams reflektieren ihre Arbeit und identifizieren in einem
Problemlösungs-Workshop Backlog-Eintrage für Verbesserungen.

Iterationen sind die grundlegenden Zeitabschnitte (Time-Boxes) der Agile Entwicklung.
Jede Iteration ist eine Timebox fester Dauer, bei der die Agile Teams inkrementell
Kundennutzen in Form von Software und Systemen bereitstellen, die funktionieren und
getestet sind. Die empfohlene Dauer der Timebox ist zwei Wochen. Je nach
Geschäftskontext sind jedoch eine bis vier Wochen akzeptabel.

Iteration Execution beschreibt wie Agile Teams ihre Arbeit innerhalb der Iteration
Timebox steuern. Sie sorgen so für ein hochwertiges, funktionierendes und getestetes
System Increment.

Iteration Goals sind eine Zusammenfassung der geschäftlichen und technischen Ziele,
denen das Agile Team in einer Iteration folgt. Sie sind entscheidend für das
Koordinieren eines Agile Release Train (ART) als selbstorganisierendes,
selbstverwaltendes Team von Teams.

Iteration Planning ist ein Event, bei dem alle Teammitglieder bestimmen, wie viel des
Team Backlogs sie bis zur nächsten Iteration liefern wollen. Das Team fasst die Arbeit
als eine Reihe zugesagter Iteration Goals zusammen.

Die Iteration Retrospective ist ein regelmäßiges Meeting, bei dem die Mitglieder
eines Agile Teams die Ergebnisse der Iteration besprechen, ihre Methoden prüfen und
Prozessverbesserungen identifizieren.

Das Iteration Review ist ein kadenzbasiertes Event, bei dem jedes Team sein gelieferte
Inkrement prüft, um den Fortschritt zu bewerten, und anschließend seinen Backlog für
die nächste Iteration anzupassen.

Large Solution SAFe beschreibt zusätzliche Rollen, Praktiken und Richtlinien für den
Aufbau und die Weiterentwicklung der weltweit größten Anwendungen, Netzwerke und
cyberphysikalischen Systeme.

Lean Budget Guardrails beschreiben die Budget-, Governance- und Ausgabenrichtlinien
und -praktiken für ein bestimmtes Portfolio.

Lean Budgets bieten eine effektive finanzielle Steuerung von Investitionen mit deutlich
weniger Overhead und Reibungsverlusten und unterstützen einen viel höheren
Durchsatz der Entwicklungsarbeit.

Das Lean Enterprise ist eine florierende Organisation des digitalen Zeitalters, die
geschäftliche Agilität zeigt - schnell auf Marktveränderungen und sich abzeichnende
Chancen zu reagieren, indem es ihren Kunden innovative Systeme und Solutions in
kürzester Zeit und mit kürzester tragbarer Vorlaufzeit bereitstellt.

Die Kompetenz Lean Portfolio Management richtet Strategie und Umsetzung aus,
indem sie Lean und systemische Denkansätze auf Strategie- und
Investmentfinanzierungen, Agile Portfoliooperationen und Governance anwendet.

Lean User Experience (Lean UX) Design ist eine Denkweise, Kultur und ein Prozess,
der Lean-Agile-Methoden nutzt. Es implementiert Anforderungen auf der Basis von
minimal viable Increments und bestimmt den Erfolg anhand der Prüfung von
Nutzenhypothesen.

Die Kompetenz Lean-Agile Leadership beschreibt, wie Lean-Agile Leaders
organisatorische Veränderungen und operative Exzellenz vorantreiben und
aufrechterhalten, indem Einzelpersonen und Teams befähigt werden, ihr höchstes
Potenzial abzurufen.

SAFe basiert auf zehn unveränderlichen, grundlegenden Lean-Agile-Prinzipien. Diese
Grundsätze und wirtschaftlichen Konzepte sind die Basis für alle Rollen und Praktiken
in SAFe.

Das Lean-Agile Mindset ist die Kombination von Überzeugungen, Annahmen,
Einstellungen und Handlungen von SAFe- Leadern und -Praktikern. die auf den
Konzepten des Agilen Manifesto und von Lean beruhen. Es ist die persönliche,
intellektuelle und Führungsgrundlage zum Anpassen und Anwenden von SAFe
Prinzipien und Praktiken.

Metrics sind abgestimmte Metriken, um zu bewerten, wie gut die Organisation auf
Portfolio-, large Solution-, Programm- und Team-Ebene beim Erreichen der
geschäftlichen und technischen Ziele voranschreitet.

Milestones werden verwendet, um den Fortschritt hin zu einem bestimmten Ziel oder
Ereignis nachzuverfolgen. Es gibt drei Arten von SAFe Milestones: Programminkrement
(PI), festes Datum und Meilensteine des Lernens.

Beim Model-Based Systems Engineering (MBSE) werden eine Reihe verwandter
Systemmodelle entwickelt, die dabei helfen, ein System in der Entwicklung zu
definieren, zu entwerfen und zu dokumentieren. Diese Modelle bieten eine effiziente
Möglichkeit Systemaspekte für Stakeholder zu evaluieren, zu aktualisieren und zu
kommunizieren während die Abhängigkeit von herkömmlichen Dokumenten erheblich
reduziert wird.

Nonfunctional Requirements (NFRs) definieren Systemattribute wie Sicherheit,
Verlässlichkeit, Leistung, Wartungsfähigkeit, Skalierbarkeit und Nutzbarkeit. Sie dienen
als Beschränkungen des Systemdesigns über die verschiedenen Backlogs hinweg.

Program Increment (PI) Objectives sind eine Zusammenfassung der geschäftlichen und
technischen Ziele, die ein Agile Team beim anstehenden Program Increment (PI)
erreichen möchte.

Das Portfolio Backlog ist das Backlog der obersten SAFe Ebene. Es bietet einen
Aufbewahrungsort für kommende Geschäfte und Enabler Epics, die darauf abzielen, ein
umfassendes Angebot an Solutions zu schaffen und zu entwickeln.

Das Portfolio Kanban-System ist eine Methode zur Visualisierung, Verwaltung und
Analyse der Priorisierung und des Fluss von Portfolio-Epics von der Ideenfindung bis
zur Implementierung und Fertigstellung.

Portfolio SAFe richtet die Strategie auf die Umsetzung aus und organisiert die
Entwicklung der Solution rund um den Wertfluss durch einen oder mehrere Value
Streams.

Die Portfolio Vision ist eine Beschreibung des zukünftigen Zustands der Value Streams
und Solutions eines Portfolios und beschreibt, wie sie zusammenarbeiten werden, um
die Ziele des Portfolios und das umfassendere Ziel des Enterprise zu erreichen.

Pre- and Post-Program Increment (PI) Planning Events werden verwendet, um die PI
Planung für Agile Release Trains (ARTs) und Suppliers in einem Solution Train vor- und
nachzubereiten.

Das Product Management ist verantwortlich für die Definition und Unterstützung des
Aufbaus von erwünschten, realisierbaren, lebensfähigen und nachhaltigen Produkten,
die die Kundenanforderungen über den gesamten Produkt-Markt-Lebenszyklus erfüllen.

Der Product Owner (PO) ist ein Mitglied des Agile-Teams und verantwortlich für die
Definition von Stories und die Priorisierung des Team-Backlogs. Ziel ist die Umsetzung
von Programmprioritäten zu optimieren und gleichzeitig die konzeptionelle und
technische Integrität der Features oder Komponenten für das Team beizubehalten.

Das Program Backlog ist die Liste anstehender Features, die dazu bestimmt sind, für
einen Agile Release Train (ART) die Nutzerbedürfnisse zu befriedigen und
geschäftlichen Wert zu erzeugen. Es enthält auch die Enabler Features, die für den Bau
des Architectural Runway erforderlich sind.

Ein Program Increment (PI) ist eine Timebox, in der ein Agile Release Train (ART)
inkrementell Wert in Form von funktionierender und getesteter Software und Systemen
liefert. PIs dauern normalerweise acht bis zwölf Wochen. Das häufigste Muster eines PI
sind vier Entwicklungsiterationen, gefolgt von einer Innovation and Planning (IP)-
Iteration.

Program Increment (PI) Planning ist ein kadenzbasiertes Face-to-Face-Event, es ist der
Herzschlag des Agile Release Train (ART). Hier werden die Teams im ART auf eine
gemeinsame Mission und Vision ausgerichtet.

Die Program and Solution Kanban Systeme dienen zur Visualisierung und Verwaltung
des Flows von Features und Capabilities von der Idee über die Analyse, die
Implementierung bis zum Release durch die Continuous Delivery Pipeline.

Der Release Train Engineer (RTE) ist eine dienende Führungskraft und ein Coach für
den Agile Release Train (ART). Die Hauptaufgaben des RTE sind die Erleichterung der
ART-Events und -Prozesse, sowie die Unterstützung der Teams bei der
Wertschöpfung. RTEs kommunizieren mit Stakeholdern, eskalieren Hindernisse, helfen
beim Risikomanagement und treiben kontinuierlich Verbesserungen voran.

Release on Demand ist der Prozess, der neue Funktionen in der Produktion verteilt und
sie basierend auf der Kunden-Nachfrage sofort oder inkrementell freigibt.

Die Roadmap ist ein Zeitplan von Ereignissen und Meilensteinen, der geplante Solution-
Lieferungen entlang eines Planungshorizontes kommuniziert.

Die SAFe Implementation Roadmap besteht aus einer Übersichtsgrafik und einer 12-
teiligen Serie, die eine Strategie und eine geordnete Reihe von Aktivitäten beschreibt,
die sich bei der erfolgreichen Implementierung von SAFe als effektiv erwiesen haben.

Zertifizierte SAFe® Program Consultants (SPCs) sind Change Agents, die ihr
technisches Wissen über SAFe mit einer intrinsischen Motivation kombinieren, um die
Software- und System-Entwicklungsprozesse des Unternehmens zu verbessern. Sie
spielen eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Implementierung von SAFe.
SPCs kommen aus zahlreichen internen oder externen Rollen, etwa fachliche oder
technologische Führungskräfte, wie Portfolio-, Programm-, Projektmanager,
Prozessverantwortlichen, Architekten, Analysten und Beratern.

SAFe for Government ist eine Zusammenstellung von Erfolgsmustern, mit deren Hilfe
im öffentlichen Bereich Lean-Agile-Praktiken in einem behördlichen Kontext
implementiert werden können.

SAFe® for Lean Enterprises ist eine Wissensdatenbank mit bewährten, integrierten
Prinzipien, Praktiken und Kompetenzen, um Geschäftsagilität zu erreichen, indem für
Lean, Agile und DevOps bedarfsgerecht implementiert werden.

Scrum Masters sind die dienenden Führungskräfte und Coaches eines Agile Teams.
Sie helfen das Team in Scrum, Extreme Programming (XP), Kanban und SAFe zu
schulen und sorgen dafür, dass dem vereinbarte Agile Prozess gefolgt wird. Sie helfen
auch bei der Beseitigung von Hindernissen und fördern eine Umgebung für
Hochleistungs-Teams, continuous Flow und kontinuierliche Verbesserung.

ScrumXP ist ein leichtgewichtiger Prozess zur Wertschöpfung für crossfunctional,
selbstorganisierte Teams innerhalb von SAFe. Es kombiniert die Leistungsfähigkeit von
Scrum-Projektmanagement- mit Extreme Programming (XP) -Praktiken.

Set-Based Design (SBD) ist eine Praxis, die Anforderungen und
Designoptionen, während des Entwicklungsprozesses, so lange wie möglich flexibel
hält. Statt anfangs eine einzelne „punktuelle" Lösung auszuwählen, identifiziert SBD
mehrere Optionen und untersucht sie gleichzeitig, wobei nach und nach schwache
Lösungen verworfen werden. Es erhöht die Flexibilität im Entwurfsprozess, indem
technische Lösungen erst übernommen werden, nachdem die Annahmen validiert
wurden, was zu besseren wirtschaftlichen Ergebnissen führt.

Bei Shared Services handelt es sich um spezialisierte Rollen, Menschen und Services,
die für den Erfolg eines Agile Release Trains (ART) oder Solution Train erforderlich
sind, aber nicht Vollzeit einem Team zugeordnet werden können.

Jeder Value Stream produziert eine oder mehrere Solutions aus Produkten, Services
oder Systemen, die dem internen oder externen Customer des Enterprise bereitgestellt
werden.

Solution Architect/Engineering ist verantwortlich für die Definition und Kommunikation
einer gemeinsam genutzten technischen und architektonischen Vision über einen
Solution Train hinweg, um zu gewährleisten, dass das System oder die zu entwickelnde
Solution für den vorgesehenen Zweck geeignet ist.

Der Solution Backlog ist die Liste anstehender Capabilities und Enablers, die sich über
mehrere ARTs hinweg erstrecken können. Sie ist dazu bestimmt, die Solution
voranzubringen und den Architectural Runway zu bauen.

Der Solution Context identifiziert kritische Aspekte der Betriebs-Umgebung
einer Solution. Er bietet ein essentielles Verständnis von Anforderungen, Nutzung,
Installation, dem Betrieb und Support der Solution selbst. Der Solution Context
beeinflusst stark die Möglichkeiten und Einschränkungen für Release on Demand.

Bei der Solution Demo werden die Ergebnisse der Entwicklungsbemühungen vom
Solution Train integriert, evaluiert und für Customer und andere Stakeholder sichtbar
gemacht.

Solution Intent ist das Repository für das Speichern, Verwalten und Kommunizieren der
Informationen zum aktuellen und geplanten Solution-Verhalten. Dazu gehören bei
Bedarf sowohl feste als auch variable Spezifikationen und Designs, Verweise auf
anwendbare Normen, Systemmodelle sowie funktionale und nichtfunktionale Tests und
Rückverfolgbarkeit.

Solution Management ist verantwortlich für die Definition und Unterstützung des
Aufbaus von erwünschten, realisierbaren, tragfähigen und nachhaltigen Solutions für
Großunternehmen, die die Bedürfnisse des Customer im Laufe der Zeit erfüllen.

Der Solution Train ist das organisatorische Konstrukt, das zum Aufbau großer und
komplexer Solutions verwendet wird, die die Koordination mehrerer Agile Release
Trains (ARTs) sowie die Beiträge von Suppliers erfordern. Er verbindet ARTs unter
einer gemeinsamen Geschäfts- und Technologie-Mission unter Verwendung
von Solution Vision, Backlog und Roadmap und einem ausgerichteten Program
Increment (PI).

Der Solution Train Engineer (STE) ist ein dienender Leiter und Coach für den Solution
Train, der die Arbeit aller ARTs und Suppliers im Value Stream erleichtert und leitet.

Die Spanning Palette enthält verschiedene Rollen und Artefakte, die für ein bestimmtes
Team, Programm, eine große Solution, oder einen Portfoliokontext anwendbar sein
können.

Stories sind kurze, in der Sprache des Benutzers formulierte Beschreibungen einer
gewünschten Teil-Funktionalität. Agile Teams implementieren kleine, vertikale Stücke
der Systemfunktionalität und sind so dimensioniert, dass sie in einer einzigen Iteration
fertiggestellt werden können.

Strategic Themes sind differenzierende Geschäftsziele, die ein Portfolio mit der
Strategie des Enterprise verbinden. Sie beeinflussen die Portfoliostrategie und liefern
den Geschäftskontext für die Portfolioentscheidung.

Ein Supplier ist eine interne oder externe Organisation, die Komponenten, Subsysteme
oder Services entwickelt und liefert, die Solution Trains und Agile Release Trains dabei
unterstützen, Solutions für ihre Customer bereitzustellen.

Der System Architect/Engineer ist verantwortlich für die Definition und Kommunikation
einer gemeinsamen technischen und architektonischen Vision für einen Agile Release
Train (ART), um sicherzustellen, dass das zu entwickelnde System oder die zu
entwickelnde Solution für den vorgesehenen Zweck geeignet ist.

Die System Demo ist ein wichtiges Event, das eine integrierte Sicht neuer Features für
die aktuelle Iteration bietet. Sie wird von allen Teams im Agile Release Train (ART)
bereitgestellt. Jede Demo bietet den ART-Stakeholdern eine objektive Fortschritts-
Messung innerhalb eines Program Increments (PI).

Das System Team ist ein spezialisiertes Agile Team, das den Aufbau und die
Unterstützung der Agile-Entwicklungsumgebung fördert. Typischerweise geschieht dies
durch Entwicklung und Instandhaltung der Toolchain, welche die Continuous Delivery
Pipeline unterstützt. Das System Team unterstützt möglicherweiye die Integration von
Assets aus den Agile Teams, führt bei Bedarf End-to-End-Solution-Test durch und
unterstützt bei Deployment und Release on Demand.

Das Team Backlog enthält Benutzer- und Enabler-Stories, die aus dem Program
Backlog stammen, sowie Stories aus dem lokalen Team-Kontext. Es kann auch andere
Arbeitsaufgaben enthalten, die das Team erledigen muss, um seinen Teil des Systems
voranzubringen.

Team Kanban ist eine Methode, die Teams dabei hilft, den Wertefluss und die
Arbeitsabläufe zu visualisieren, Work in Process (WIP) Limits festzulegen, den
Durchsatz zu messen und Ihren Prozess laufend zu verbessert.

Value Stream Coordination bestimmt, wie Abhängigkeiten zu behandeln sind und die
Chancen genutzt werden, die nur in den Zusammenhängen zwischen den Value
Streams bestehen.

Value Streams stellen eine Reihe von Schritten dar, die eine Organisation zur
Implementierung von Solutions verwendet, die einen kontinuierlichen Wertfluss für
den Kunden erzeugen.

Die Vision ist eine Beschreibung des zukünftigen Zustands der in Entwicklung
befindlichen Solution. Sie spiegelt die Bedürfnisse von Kunden und Stakeholdern sowie
die Features und Capabilities wider, die diese Anforderungen befriedigen.

Weighted Shortest Job First (WSJF) ist ein Priorisierungsmodell, das verwendet wird,
um Jobs (z. B. Features, Capabilities und Epics) zu sortieren, um einen maximalen
wirtschaftlichen Nutzen zu gewinnen. WSJF wird in SAFe als Quotient aus Cost of
Delay (CoD) und Jobsize geschätzt.